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Neuerscheinungen des Verlages Scherbacher: Repertoire zwischen Tradition, Klangfantasie und Unterhaltung

Der Verlag Scherbacher erweitert sein Programm für Blasorchester und Bläserensembles um neue Werke, die unterschiedliche Bereiche des musikalischen Ensemblealltags abdecken. Neben Polkas und Märschen finden sich Choräle, Einspielübungen und konzertante Kompositionen. Dadurch entsteht ein vielseitiges Angebot für Besetzungen der Unterstufe bis zur Oberstufe, insbesondere für Werke im Schwierigkeitsbereich 2 bis 4.

Eine besondere Bedeutung haben die Kooperationen mit Edition Bergluft, Venivicta.de und dem Verlag Edi Sagert. Sie ermöglichen die Veröffentlichung zusätzlicher Kompositionen und Bearbeitungen und erweitern das Programm um unterschiedliche stilistische und pädagogische Ansätze. Die ausgewählten Neuerscheinungen zeigen, dass traditionelle Blasmusik, moderne Unterhaltungsmusik und programmatisch angelegte Konzertliteratur miteinander verbunden werden können.

Kooperationen mit Edition Bergluft, Venivicta.de und Verlag Edi Sagert

Edition Bergluft veröffentlicht ihre Werke in Deutschland beim Musikverlag Scherbacher. Die Reihe steht für bodenständige Blasmusik und ergänzt das bestehende Verlagsprogramm um Kompositionen mit einer deutlichen Verbindung zur traditionellen Blasmusikkultur. Dabei stehen musikalische Klarheit, eine praxisgerechte Besetzung und die Einsatzmöglichkeiten im Vereins- und Konzertalltag im Vordergrund.

Auch die Zusammenarbeit mit Venivicta.de trägt zur Erweiterung des Angebots bei. Zu den dort veröffentlichten Werken zählen Kompositionen von Martin Heinrichs. Der Verlag Edi Sagert ergänzt das Programm ebenfalls mit neuen Kompositionen und Bearbeitungen für Blasorchester. Für Dirigenten, Musiklehrkräfte und Ensembleleitungen entsteht dadurch eine größere Auswahl an Werken, die sowohl für die tägliche Probenarbeit als auch für öffentliche Auftritte geeignet sind.

Klangfantasie mit „Blue Continent“

Die Fantasy „Blue Continent“ von Josef Bönisch führt in den Bereich der programmatischen Konzertmusik. Bereits die Bezeichnung als Fantasy deutet auf eine musikalische Anlage hin, die nicht ausschließlich durch traditionelle Tanz- oder Marschformen geprägt ist. Im Mittelpunkt stehen vielmehr unterschiedliche Klangbilder, musikalische Spannungsfelder und kontrastierende Abschnitte.

Der pädagogische Wert von „Blue Continent“ liegt in der Verbindung von technischer und musikalischer Arbeit. Die Musikerinnen und Musiker müssen nicht nur rhythmisch und intonatorisch sicher spielen, sondern auch unterschiedliche Klangcharaktere entwickeln. Das Werk eignet sich daher besonders für Ensembles, die ihre Ausdrucksfähigkeit erweitern und über die reine Wiedergabe der Noten hinaus an einer eigenständigen Interpretation arbeiten möchten.

Josef Bönisch war als Komponist, Arrangeur und Musikpädagoge sowohl im Bereich der Bläserkammermusik als auch für Blasorchester tätig. Diese Verbindung von kompositorischer Erfahrung und pädagogischer Praxis ist für die Einordnung seiner Werke von Bedeutung. „Blue Continent“ kann im Konzertprogramm ebenso eingesetzt werden wie bei einer Wertung, sofern die konkrete Besetzung und der Schwierigkeitsgrad des jeweiligen Orchesters berücksichtigt werden.

Spanisches Kolorit in „Cadiz“

Mit „Cadiz“ liegt ein Paso Doble in der Bearbeitung von Hector Sevillanas vor. Die stilistische Grundlage des Werkes ist durch ein prägnantes rhythmisches Profil, markante Akzente und eine wirkungsvolle musikalische Präsentation gekennzeichnet. Der Paso Doble bietet dem Ensemble eine klare formale Orientierung und setzt zugleich einen charakteristischen Farbakzent innerhalb eines Konzertprogramms.

„Cadiz“ eignet sich für Vereinskonzerte, Freiluftauftritte und Programme, in denen neben konzertanter Literatur auch ein unmittelbar zugänglicher Beitrag mit tänzerischem Charakter gefragt ist. Für Ensembles der Unter- bis Mittelstufe kann das Werk eine sinnvolle Aufgabe darstellen, um rhythmische Sicherheit, gemeinsames Auftreten und stilgerechte Artikulation zu entwickeln.

Programmatische Spannung in „Die Sage der weissen Frau“

Patrick Egges „Die Sage der weissen Frau“ gehört zur programmatischen Konzertliteratur. Der Untertitel „Der Geist der Burg Hohenzollern“ verweist auf einen erzählerischen und regionalen Bezug. Das Werk greift damit eine konkrete Sage auf und stellt dem Ensemble eine musikalische Handlungsidee zur Verfügung.

Von besonderer Bedeutung ist die Entwicklung eines geschlossenen Spannungsbogens. Wiederkehrende Themen sollten erkennbar bleiben und in den musikalischen Ablauf eingeordnet werden. Gleichzeitig darf die Aufführung nicht ausschließlich auf eine illustrative Wirkung ausgerichtet sein. Auch ohne genaue Kenntnis der Sage sollte die musikalische Form verständlich bleiben.

Das Werk eignet sich für Konzerte und Wertungsspiele, insbesondere dann, wenn ein programmatisch angelegtes Hauptwerk gesucht wird. Die Verbindung von Handlung, Atmosphäre und musikalischer Gestaltung kann den Zugang zur Interpretation erleichtern. Die genaue Einstufung innerhalb des Bereichs 2 bis 4 sollte anhand der Notenausgabe und der konkreten Besetzung geprüft werden.

Unterhaltungsmusik mit „We Will Entertain You“

Das 90er-Jahre-Potpourri „We Will Entertain You“ setzt einen Schwerpunkt auf Unterhaltung und Wiedererkennung. Als „Hits of the 90s Medley“ verbindet das Werk mehrere bekannte musikalische Themen miteinander. Die einzelnen Abschnitte wechseln vergleichsweise schnell und verlangen vom Ensemble eine sichere Gestaltung der Übergänge.

Im Mittelpunkt steht nicht die durchgehende symphonische Entwicklung eines einzelnen Themas, sondern die wirkungsvolle Verbindung mehrerer musikalischer Elemente. Ein einheitliches Tempo, eine klare Artikulation und eine ausgewogene Registerarbeit sind deshalb entscheidend. Die einzelnen Themen müssen deutlich erkennbar bleiben, damit die musikalischen Höhepunkte ihre Wirkung entfalten können.

Für den Ensemblealltag besitzt das Medley einen hohen praktischen Wert. Es kann bei Vereinskonzerten, Festveranstaltungen und geselligen Anlässen eingesetzt werden. Gleichzeitig bietet es dem Orchester die Möglichkeit, unterschiedliche Stil- und Klangcharaktere kennenzulernen und die eigene musikalische Flexibilität zu erweitern.

Polkas, Märsche, Choräle und Einspielübungen

Neben den genannten Konzertwerken umfasst das Umfeld der Neuerscheinungen auch Polkas, Märsche, Choräle und Einspielübungen. Diese Gattungen übernehmen im Ensemble unterschiedliche Funktionen. Polkas und Märsche fördern die rhythmische Sicherheit, die Artikulation und das gemeinsame Spiel innerhalb klarer formaler Abläufe. Sie sind im Vereinsalltag vielseitig einsetzbar und eignen sich sowohl für Konzerte als auch für öffentliche Auftritte.

Choräle konzentrieren die musikalische Arbeit auf Intonation, Klangbalance, Phrasierung und Atemführung. Gerade für Ensembles der Unter- und Mittelstufe stellen sie eine wichtige Grundlage dar, da sie zentrale musikalische Fähigkeiten in einem überschaubaren Rahmen fördern. Ein gut gestalteter Choralsatz kann außerdem dazu beitragen, das Bewusstsein für den Gesamtklang des Klangkörpers zu schärfen.

Einspielübungen erfüllen eine unmittelbar pädagogische Aufgabe. Sie können zu Beginn einer Probe, bei der Registerarbeit oder zur gezielten Vorbereitung auf ein Konzert eingesetzt werden. Im Vordergrund stehen dabei nicht spektakuläre musikalische Effekte, sondern eine systematische Arbeit an Intonation, Klangqualität, Artikulation und Zusammenspiel.

Bedeutung für die Repertoireplanung

Die vorgestellten Werke decken verschiedene Anforderungen der musikalischen Praxis ab. „Blue Continent“ bietet sich für Ensembles an, die an Klanggestaltung und Ausdrucksfähigkeit arbeiten möchten. „Cadiz“ setzt einen rhythmisch prägnanten und publikumswirksamen Akzent. „Die Sage der weissen Frau“ verbindet eine erzählerische Idee mit konzertanter Gestaltung, während „We Will Entertain You“ als unterhaltsames Medley der 1990er Jahre für Abwechslung im Konzertprogramm sorgt.

Für die Auswahl eines geeigneten Werkes sollten neben dem angegebenen Schwierigkeitsgrad auch die Besetzung, die Probendauer und die musikalischen Ziele des Ensembles berücksichtigt werden. Ein Werk der Unter- oder Mittelstufe kann beispielsweise dazu dienen, grundlegende Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Literatur der Oberstufe stellt dagegen häufig höhere Anforderungen an Klangbalance, Formverständnis und interpretatorische Eigenständigkeit.

Fazit

Die Neuerscheinungen des Verlages Scherbacher verbinden traditionelle Blasmusik, pädagogisch nutzbare Literatur, konzertante Werke und moderne Unterhaltungsmusik. Durch die Kooperationen mit Edition Bergluft, Venivicta.de und dem Verlag Edi Sagert entsteht ein vielfältiges Programm für Blasorchester und Bläserensembles unterschiedlicher Leistungsstufen.

Insgesamt bieten die Neuerscheinungen zahlreiche Anknüpfungspunkte für die Konzertplanung und die kontinuierliche Probenarbeit. Sie unterstützen Dirigenten, Musiklehrkräfte und Ensembleleitungen dabei, das Repertoire gezielt nach musikalischem Anspruch, pädagogischem Wert und praktischem Einsatzbereich auszuwählen. (Helmut Schwaiger, der Bericht wurde mit Hilfe der KI generiert)

Nachruf auf den Musikverleger Michael Nowotny

Michael Nowotny (1960–2026) hat die Welt des Musikverlagswesens über Jahrzehnte hinweg mitgeprägt. Als Musiker, Verleger und Notensetzer verband er musikalisches Verständnis mit großer fachlicher Genauigkeit und handwerklicher Präzision. Sein beruflicher Weg war mit dem G. Henle Verlag und mit der von ihm mitgegründeten Trio Edition verbunden, für den er zahlreiche Aufgaben an der Schnittstelle von Edition, Notensatz und praktischer Musikausübung übernahm.

Nowotny verstand den Musikverlag nicht allein als Ort der Herstellung und Verbreitung von Noten. Für ihn standen die Qualität der musikalischen Ausgabe und ihre Verlässlichkeit für die tägliche Arbeit von Dirigenten, Lehrkräften und Ensembles im Mittelpunkt. Mit sicherem Blick für musikalische Zusammenhänge und großer Sorgfalt arbeitete er an Partituren und Stimmen, deren übersichtliche Gestaltung und präzise Wiedergabe für Proben, Unterricht und Konzert von entscheidender Bedeutung sind.

Musiker und Kollegen würdigten ihn als Vollblutmusiker, Verleger und Notensetzer von außergewöhnlichem Rang. Diese Einschätzung beschreibt einen Menschen, der seine Arbeit nicht nur beherrschte, sondern mit großer innerer Verbundenheit zur Musik ausübte. Genauigkeit, Verlässlichkeit und fachliche Kompetenz prägten seinen beruflichen Alltag. Zugleich werden seine Lebensfreude, sein Humor und sein Optimismus als persönliche Eigenschaften in Erinnerung bleiben, die die Zusammenarbeit mit ihm bereicherten.

Michael Nowotny starb 2026 nach kurzer, schwerer Krankheit, wenige Monate vor seinem geplanten Ruhestand. Sein Tod bedeutet einen schmerzlichen Verlust für seine Familie, seine Kolleginnen und Kollegen sowie für die Fachwelt. Zugleich bleibt sein Wirken in den Ausgaben lebendig, an deren Entstehung er beteiligt war. Jede sorgfältig gesetzte Partitur und jede verlässlich zugängliche musikalische Ausgabe erinnert an den Beitrag, den er zur Bewahrung und Vermittlung von Musik geleistet hat.

Michael Nowotny hinterlässt kein lautes, sondern ein dauerhaft wirksames Vermächtnis. Seine Arbeit hat dazu beigetragen, musikalische Werke für kommende Generationen zugänglich zu machen. Dafür gebühren ihm Anerkennung, Dankbarkeit und ein ehrendes Andenken.

Notenausgaben der Trio Edition

Bearbeitungen von Michael Nowotny

Paul Huber-Jahr 2026: Théo Rossier gewinnt mit «Ab Uno»

Das Paul Huber-Jahr 2026 rückt einen Komponisten in den Mittelpunkt, der die Schweizer Blasmusik nachhaltig geprägt hat. Aus diesem Anlass schrieb die Musikkommission des Schweizer Blasmusikverbands einen internationalen Kompositionswettbewerb aus. Gesucht wurde ein neues Werk für Blasorchester, das ein Thema aus einer Komposition Paul Hubers im Sinne einer musikalischen Metamorphose weiterentwickelt.[1]

Den Wettbewerb entschied der Waadtländer Komponist Théo Rossier, Jahrgang 2002, mit seiner Komposition «Ab Uno» für sich. Die Uraufführung fand am Sonntag, den 13. September 2026, im Rahmen des Galakonzerts der Conducting Competition des SWISS WINDBAND AWARD im Kurtheater Baden vorgesehen. Das Werk wird durch das Symphonische Blasorchester Schweizer Armeespiel in Anwesenheit des Komponisten aufgeführt.[2]

Paul Huber und seine Bedeutung für die Schweizer Blasmusik

Paul Huber lebte von 1918 bis 2001 und gilt als einer der prägenden Schweizer Komponisten des 20. Jahrhunderts. Sein Schaffen besitzt für die Schweizer Blasmusikszene bis heute eine besondere Bedeutung. Das Paul Huber-Jahr erinnert insbesondere daran, dass sich sein Todestag 2026 zum 25. Mal jährt.[3]

Die Würdigung beschränkt sich nicht auf die Aufführung historischer Werke. Vielmehr soll Hubers musikalisches Denken aus heutiger Perspektive weitergeführt werden. Der Kompositionswettbewerb verbindet daher Erinnerung und Gegenwart: Zeitgenössische Komponistinnen und Komponisten waren aufgefordert, sich mit Hubers Musik auseinanderzusetzen und daraus eine eigenständige Komposition zu entwickeln.

Die Ausschreibung ließ den Teilnehmenden dabei einen gewissen Gestaltungsspielraum. Das Werk sollte für ein Blasorchester der Höchstklasse oder der ersten Kategorie geeignet sein. Auch die Dauer und die konkrete klassische Form konnten frei gewählt werden. Nicht vorgesehen waren hingegen Werke mit einer erzählenden Handlung.[1]

Elf Einreichungen aus ganz Europa

Elf Komponistinnen und Komponisten aus ganz Europa beteiligten sich am Wettbewerb. Die eingereichten Werke wurden anonym beurteilt. Für die Bewertung war eine Fachjury mit Emilie Chabrol, Stéphane Delley und Felix Hauswirth verantwortlich. Die Jurymitglieder prüften die Kompositionen zunächst unabhängig voneinander anhand des vorgegebenen Anforderungsprofils.[2]

In der gemeinsamen Sitzung überzeugte «Ab Uno» die Jury am stärksten. Die Entscheidung fiel, bevor bekannt war, wer das Werk komponiert hatte. Damit wurde Rossiers Komposition nicht aufgrund des Namens oder der bisherigen Laufbahn des Komponisten ausgewählt, sondern aufgrund ihrer musikalischen Qualität und der überzeugenden Umsetzung der Wettbewerbsaufgabe.[4]

Théo Rossier: Komponist und Dirigent

Théo Rossier wurde am 11. Juni 2002 im Kanton Waadt geboren. Bereits im Alter von 14 Jahren begann er zu komponieren und arbeitete zunächst autodidaktisch. Später besuchte er am Konservatorium Lausanne im Rahmen des Studiengangs Blasorchesterleitung Kurse in Harmonielehre. Zudem absolvierte er ein Bachelorstudium an der Hochschule der Künste Bern.[5]

Rossier hat bereits zuvor Erfahrungen mit Kompositionen für Brass Band und Blasorchester gesammelt. Beim europäischen Kompositionswettbewerb für Brass Bands gewann er 2022 mit «Stendhal’s Syndrome» den ersten Preis.[5] Seine Tätigkeit verbindet damit kompositorische Arbeit mit praktischer Erfahrung in der Blasorchestermusik und im Dirigieren.

Die musikalische Idee von «Ab Uno»

Der Titel «Ab Uno» lässt sich sinngemäß mit „von einem“ oder „aus einem“ übersetzen. Die Bezeichnung verweist damit auf den kompositorischen Ausgangspunkt des Werks: Rossier greift die Anfangstakte von Paul Hubers «Adagio für Violoncello solo» auf.[4]

Dabei übernimmt «Ab Uno» das Vorbild nicht unverändert. Das Thema wird in rhythmischer und melodischer Hinsicht als musikalische Keimzelle verwendet. Im Verlauf der Komposition erscheint es in unterschiedlichen Varianten und wird mit wechselnden klanglichen und musikalischen Zusammenhängen verbunden. Aus einem ursprünglichen Gedanken entsteht so ein eigenständiger, vielschichtiger Verlauf.[4]

Diese Vorgehensweise entspricht dem Grundgedanken der Ausschreibung. Eine Metamorphose bedeutet in diesem Zusammenhang nicht die bloße Bearbeitung oder instrumentatorische Übertragung eines bestehenden Themas. Das musikalische Material wird verändert, weiterentwickelt und in neue Beziehungen gestellt. Die Verbindung zu Paul Huber bleibt erkennbar, während Rossier zugleich eine eigene Tonsprache entwickelt.

Die Jury hob insbesondere die klare und schlüssige Struktur von «Ab Uno» hervor. Anerkennung fanden außerdem die innovative Tonsprache sowie die differenzierte und farbenreiche Instrumentation. Damit nutzt Rossier die klanglichen Möglichkeiten des Blasorchesters nicht nur zur wirkungsvollen Darstellung des Themas, sondern als eigenständiges kompositorisches Gestaltungsmittel.[4]

Erinnerung als schöpferischer Prozess

Das Paul Huber-Jahr 2026 zeigt, wie eine musikalische Würdigung über eine reine Rückschau hinausgehen kann. Paul Hubers Werk bildet den historischen Bezugspunkt, doch der Wettbewerb richtet den Blick zugleich auf die Zukunft der Blasorchesterliteratur.

Mit «Ab Uno» steht dafür eine Komposition, die aus einem konkreten Werk Hubers hervorgeht und dennoch nicht bei einem Zitat stehen bleibt. Théo Rossier führt das Ausgangsmaterial in eine neue klangliche und strukturelle Umgebung. Die Uraufführung im September 2026 wird damit nicht nur eine Hommage an Paul Huber, sondern auch ein Beispiel dafür, wie zeitgenössische Komposition Tradition produktiv weiterdenken kann.

Quellen

[1] Schweizer Blasmusikverband — „Ausschreibung Kompositionswettbewerb Paul Huber-Jahr 2026“ — 2025 —

[2] Schweizer Blasmusikverband / Unisono — „Paul Huber-Jahr 2026: Théo Rossier gewinnt den Kompositionswettbewerb“ — 2026 —

[3] Schweizer Blasmusikverband — „Das war das EMF 2026“ — 2026

[4] BRASS BAND NEWS — „Paul Huber-Jahr: Théo Rossier gewinnt den Kompositionswettbewerb“ — 2026 —

[5] BRASS BAND NEWS — „Paul Huber-Jahr: Théo Rossier gewinnt den Kompositionswettbewerb“ — Abschnitt „Über den Komponisten“ — 2026

[6] Théo Rossier — „Ab Uno“ und Veranstaltungshinweise zur Uraufführung — 2026

(Dieser Artikel ist KI-generiert)

Dolly Parton – Eine Legende, die die Welt mit Musik und Herz erfüllte


Die Stimme des Volkes ist verstummt

Dolly Parton, eine der prägendsten Persönlichkeiten der Musikgeschichte, ist im Alter von 80 Jahren verstorben. Mit ihr verliert die Welt nicht nur eine Ausnahmekünstlerin, sondern eine Frau, die durch ihre Musik, ihren Humor und ihre unerschütterliche Menschlichkeit Millionen berührte. Ihr Erbe reicht weit über die Grenzen der Country-Musik hinaus – sie war eine Ikone, eine Philanthropin und eine Stimme für die Schwachen.


Ein Leben für die Musik

Geboren am 19. Januar 1946 in Pittman Center, Tennessee, wuchs Dolly Parton in bescheidenen Verhältnissen auf. Doch ihre Stimme und ihr Talent waren von Anfang an außergewöhnlich. Schon als Kind sang sie in der Kirche und im lokalen Radio, bevor sie mit 18 Jahren nach Nashville zog, um ihren Traum zu verfolgen. Dort begann eine Karriere, die sie zu einer der erfolgreichsten Künstlerinnen aller Zeiten machte.

In den 1960er-Jahren feierte sie erste Erfolge als Songwriterin, bevor sie mit Hits wie „Jolene“ (1973) und I Will Always Love You (1974) weltberühmt wurde. Letzterer, später durch Whitney Houstons Interpretation noch populärer, bleibt bis heute einer der meistverkauften Songs der Geschichte. Dolly Partons Musik war stets geprägt von Ehrlichkeit, Emotion und einer tiefen Verbindung zu ihren Wurzeln. Sie schrieb nicht nur über Liebe und Herzschmerz, sondern auch über den Alltag der Menschen, ihre Kämpfe und Träume.

Mit über 3.000 geschriebenen Songs, 25 Nr.-1-Hits und unzähligen Auszeichnungen, darunter 11 Grammy Awards, prägte sie die Country-Musik wie kaum eine andere. Doch ihr Einfluss beschränkte sich nicht auf ein Genre: Sie arbeitete mit Pop-, Rock- und Folk-Künstlern, eroberte Broadway mit „9 to 5: The Musical“ und begeisterte sogar ein junges Publikum durch ihre Rolle in „Hannah Montana“.


Mehr als eine Sängerin: Eine Humanistin und Vordenkerin

Dolly Parton war nicht nur eine musikalische Legende, sondern auch eine Frau mit einem großen Herzen. Ihr soziales Engagement war legendär: Mit ihrer „Imagination Library“ förderte sie die Lesefähigkeit von Kindern weltweit, und während der Pandemie spendete sie Millionen für die Entwicklung des Moderna-Impfstoffs. Sie setzte sich für Bildung, Tierschutz und die Rechte von Frauen ein – stets bescheiden und ohne großen Trara.

Ihre Persönlichkeit war ebenso strahlend wie ihr Talent. Mit ihrem markanten Aussehen, ihrem scharfen Witz und ihrer Fähigkeit, jeden Raum mit Wärme zu füllen, wurde sie zu einer Symbolfigur für Authentizität. „Es kostet viel Geld, so billig auszusehen“, scherzte sie oft über ihr glamouröses Image – doch hinter dem Glitzer verbarg sich eine Frau, die nie ihre Herkunft vergass.


Ein Vermächtnis, das bleibt

Dolly Partons Musik wird weiterklingen, in den Herzen ihrer Fans, auf den Bühnen dieser Welt und in den Geschichten, die sie erzählt hat. Sie war eine Pionierin, die Grenzen sprengte, eine Trösterin in schweren Zeiten und eine Quelle der Freude. Ihr Lied „Light of a Clear Blue Morning“ wird für viele zum Symbol ihrer eigenen Hoffnung bleiben – so wie sie selbst es für so viele war.

Die Welt trauert um eine Künstlerin, die nicht nur mit ihrer Stimme, sondern mit ihrer Menschlichkeit berührte. Doch wie sie selbst sagte: „Ich sehe mich nicht als Star, sondern als jemand, der einfach nur singt und Geschichten erzählt.“ Und diese Geschichten werden uns für immer begleiten.

Dolly Parton – 19. Januar 1946 bis 27. August 2026 (KI)

Musikkommission des BDMV tagte: 111 neue Werke in die Wertungsspiel-Liste aufgenommen!

Auf der diesjährigen Tagung des Bundes Deutscher Musikvereine (BDMV) wurden 111 neue Werke in die Wertungsspielliste aufgenommen. Diese Aktualisierung markiert einen bedeutenden Schritt für Blasmusikkapellen in Deutschland, da die Liste als zentrale Orientierungshilfe für Wertungs- und Kritikspiele dient. Die neuen Werke sind ab sofort in der Datenbank des BDMV sowie auf der Plattform musicainfo.net verfügbar und stehen sowohl Mitgliedern als auch Nichtmitgliedern zur Verfügung.

Die Tagung des BDMV: Ein Überblick

Im Mittelpunkt stand die Erweiterung der Wertungsspielliste, die nach strengen Kriterien ausgewählt wurden. Diese Werke decken ein breites Spektrum an Stilen und Schwierigkeitsgraden ab und bieten damit eine wertvolle Ressource für die Programmgestaltung von Blasorchestern.

Die neuen Werke: Vielfalt und Qualität

Die 111 neuen Werke umfassen Kompositionen für verschiedene Besetzungen und Schwierigkeitsgrade. Sie wurden sorgfältig geprüft und bieten eine Mischung aus traditionellen und modernen Stilen. Die aktualisierte Wertungsspielliste ist für alle Interessierten zugänglich, wenn sie den Link in der Liste des BDMV benutzen. Über die Plattform musicainfo.net stehen folgende Ressourcen zur Verfügung: Jedes Werk ist mit umfangreichen Informationen versehen, darunter:

  • Kurzinfos: Kompakte Übersichten zu Komponisten, Entstehungsjahr und Besetzungen.
  • Inhaltsangaben: Zusammenfassungen der musikalischen Struktur und Besonderheiten.
  • Werkbesprechungen: Fachliche Analysen und Bewertungen durch Experten.
  • Partituren: Vollständige Notenmaterialien zum Download oder zur Bestellung.
  • Tonbeispiele und Videos: Hörproben und visuelle Darstellungen zur Unterstützung der Werkauswahl.
  • Radiotracks: Exklusive Aufnahmen (nur für Mitglieder von www.musicainfo.net), die über das Webradio von musicainfo.net abrufbar sind.
  • Repertoire– und Auswahllisten: Übersichten zur schnellen Orientierung.
  • Verlagslinks: Direkte Verknüpfungen zu den Verlagen, bei denen die Partituren erhältlich sind.
  • Weiterführende Links: Verweise auf externe Quellen wie Wikipedia oder das Wind Repertory Project und andere für vertiefende Recherchen.

Vorteile für Nutzer

Die Erweiterung der Wertungsspielliste bietet zahlreiche Vorteile:

  • Programmplanung: Dirigenten erhalten eine aktuelle und vielfältige Auswahl an Werken für ihre Konzertprogramme.
  • Qualitätssicherung: Die Werke wurden von Fachleuten geprüft und bewertet, was eine hohe musikalische Qualität garantiert.
  • Einfacher Zugang: Die Noten können direkt bei den Verlagen oder bei einem unserer Partner in Deutschland bestellt werden.
  • Flexibilität: Sowohl Mitglieder als auch Nichtmitglieder profitieren von den umfangreichen Ressourcen, die für die musikalische Praxis relevant sind.

Fazit

Die Aktualisierung der BDMV-Wertungsspielliste um 111 neue Werke ist ein wichtiger Meilenstein für die Blasmusikszene. Die Bereitstellung dieser Werke in der Datenbank von musicainfo.net unterstreicht das Engagement des BDMV, Dirigenten, Musiklehrern und aktiven Musikern eine fundierte und vielfältige Grundlage für ihre Arbeit zu bieten. Nutzen Sie die neuen Ressourcen, um Ihr Repertoire zu erweitern und Ihre musikalischen Projekte auf ein neues Niveau zu heben.

Für weitere Informationen und zur Nutzung der Datenbank besuchen Sie musicainfo.net.

Parov Stelar – Zeitgenössische Musik für Blasorchester: Florian Moitzis Potpourri-Arrangement als Meilenstein der Adaption


Der österreichische Musiker und Produzent Marcus Füreder, besser bekannt als Parov Stelar, hat mit seiner einzigartigen Verbindung aus Swing, Jazz und elektronischen Beats ein eigenes Genre geprägt: den Electro Swing. Seine international gefeierten Werke wie „Booty Swing“ oder „Catgroove“ verbinden klassische Jazz-Samples mit modernen Club-Sounds und haben ihm weltweit eine treue Fangemeinde eingebracht. Besonders eindrucksvoll zeigte sich sein Einfluss im Sommer 2026, als er im Rahmen der Salzkammergut Festwochen ein ausverkauftes Open-Air-Konzert im Toscanapark Gmunden gab. Rund 5.000 Besucher:innen feierten den Künstler, dessen Musik nicht nur zum Tanzen einlädt, sondern auch musikalische Grenzen sprengt.

Doch Parov Stelars Musik ist nicht nur auf der Bühne erfolgreich – sie inspiriert auch Arrangements für andere Ensembles. Ein herausragendes Beispiel ist das Potpourri-Arrangement des Arrangeurs Florian Moitzi für Oberstufenblasorchester, das 2026 bei OrchestralArt Music Publications erschien. Dieses ca. 7 1/2-minütige Werk demonstriert, wie elektronische Musik erfolgreich für Blasorchester adaptiert werden kann und welche Herausforderungen und Möglichkeiten damit verbunden sind..


Florian Moitzis Potpourri-Arrangement: Struktur und musikalische Anforderungen

Florian Moitzi, selbst Saxophonist und erfahrener Komponist für Blasorchester, hat mit seinem Arrangement „A Tribute to Parov Stelar“ ein anspruchsvolles Projekt für fortgeschrittene Ensembles geschaffen. Das Potpourri beginnt mit dem Titel „All Night“ in B-Dur und führt über „Catgroove“ und „Black Lilies“ – ebenfalls in B-Dur und im gleichen Tempo – zu einer Modulation nach Es-Dur und einem Tempowechsel in „Brass Devil“. Den Abschluss bildet der weltbekannte Hit „Booty Swing“. Die Wahl der Tonarten und Tempi ermöglicht einen fließenden Übergang zwischen den Stücken und schafft so eine homogene Klangwelt, die den Charakter der Originale bewahrt.

Interpretatorische und technische Herausforderungen

Die Adaption elektronischer Musik für Blasorchester stellt besondere Anforderungen an Rhythmik, Klangbalance und Interpretation:

  • Rhythmische Präzision: Elektro-Swing lebt von präzisen Grooves und synkopierten Rhythmen. Blasorchester müssen diese rhythmische Komplexität exakt umsetzen, um den typischen „Drive“ der Originale zu erhalten.
  • Klangbalance: Elektronische Klänge und Synthesizer-Sounds müssen durch differenzierte Instrumentierung nachgebildet werden. Hier sind vor allem Saxophone, Trompeten und Posaunen gefragt, um die charakteristischen Klangfarben zu erzeugen.
  • Dynamik und Artikulation: Die Interpretation verlangt ein feines Gespür für dynamische Kontraste und artikulatorische Nuancen, um die Lebendigkeit der elektronischen Vorlagen zu transportieren.

Moitzis Arrangement ist dabei nicht nur eine technische Übung, sondern ein künstlerisches Statement: Es zeigt, wie zeitgenössische Musikstile in die Blasorchesterliteratur integriert werden können, ohne ihren ursprünglichen Charakter zu verlieren.


Bedeutung für die Blasorchesterliteratur

Das Potpourri-Arrangement von Florian Moitzi ist ein bedeutender Beitrag zur modernen Blasorchesterliteratur. Es beweist, dass auch elektronisch geprägte Musik erfolgreich für traditionelle Ensembles adaptiert werden kann – vorausgesetzt, die Arrangements sind durchdacht und respektieren die Besonderheiten beider Genres. Für Dirigent:innen und Musiker:innen bietet das Werk eine willkommene Abwechslung zum klassischen Repertoire und eröffnet neue Möglichkeiten, junge und ältere Zielgruppen gleichermaßen zu begeistern.

Darüber hinaus unterstreicht das Arrangement die Relevanz von Parov Stelars Musik für die Blasmusikszene. Seine Kompositionen, die ohnehin schon Brücken zwischen den Genres schlagen, finden durch solche Bearbeitungen eine noch breitere Verbreitung und inspirieren Ensembles weltweit, sich mit zeitgenössischen Stilen auseinanderzusetzen.


Fazit: Ein gelungenes Experiment

Florian Moitzis „A Tribute to Parov Stelar“ ist mehr als nur eine Bearbeitung – es ist ein gelungenes Experiment, das zeigt, wie elektronische Musik und Blasorchesterklang harmonisch verschmelzen können. Das Arrangement fordert die Musiker:innen heraus, belohnt sie aber mit einem mitreißenden und abwechslungsreichen Konzertstück, das sowohl technisch als auch musikalisch überzeugt. Für Blasorchester, die ihr Repertoire um moderne Einflüsse erweitern möchten, ist dieses Potpourri ein absolutes Muss.


Quellen

CD-Präsentation: Cheval de feu – Ein musikalisches Meisterwerk des Royal Symphonic Band of the Belgian Guides unter der Leitung von Michel Tilkin


Die CD Cheval de feu (Masterpieces Vol. 19) des Royal Symphonic Band of the Belgian Guides unter der Leitung von Michel Tilkin ist eine beeindruckende Sammlung zeitgenössischer und klassischer Werke für Sinfonisches Blasorchester. Das Album vereint Kompositionen international renommierter Komponisten und bietet ein vielseitiges Hörerlebnis – von kraftvollen Ouvertüren bis zu feinfühligen, emotionalen Stücken. Die Aufnahme unterstreicht die herausragende musikalische Qualität des Orchesters und seine Bedeutung als Botschafter belgischer und internationaler Blasmusik.


Das Orchester: Royal Symphonic Band of the Belgian Guides

Das Royal Symphonic Band of the Belgian Guides wurde 1832 auf Initiative von König Leopold I. gegründet und zählt zu den ältesten und renommiertesten Militärmusikformationen der Welt. Ursprünglich als persönliches Orchester des belgischen Monarchen konzipiert, hat sich das Ensemble im Laufe der Jahrhunderte zu einem Aushängeschild der belgischen Blasmusik entwickelt.

Das Orchester besteht aus 70 hochqualifizierten Musikern, die an belgischen Konservatorien ausgebildet wurden, sowie einem Trompeterkorps mit 13 weiteren Spitzenmusikern. Es ist bekannt für seine künstlerische Exzellenz, seine innovativen Programme und seine internationale Präsenz. Regelmäßige Konzertreisen nach Europa, Nordamerika und Asien sowie Auftritte bei renommierten Festivals haben dem Orchester weltweite Anerkennung eingebracht.

Ein besonderes Anliegen des Ensembles ist die Förderung belgischer Komponisten sowie die Zusammenarbeit mit internationalen Künstlern. Die Diskografie des Orchesters umfasst zahlreiche Aufnahmen, die sowohl traditionelle als auch moderne Werke für Blasorchester präsentieren. Mit Cheval de feu setzt das Orchester diese Tradition fort und beweist einmal mehr seine technische Präzision und musikalische Ausdruckskraft.


Der Dirigent: Michel Tilkin

Michel Tilkin ist ein international gefragter Dirigent und Musikpädagoge mit einer beeindruckenden Karriere. Er studierte an renommierten Musikhochschulen und sammelte früh Erfahrungen als Dirigent verschiedener Orchester, darunter die Thüringische Philharmonie Gotha und das Royal Bangkok Symphony Orchestra.

Tilkin ist bekannt für seine klare und präzise Dirigiertechnik, die es ihm ermöglicht, sowohl klassische als auch moderne Werke mit großer Ausdruckskraft zu interpretieren. Seine Arbeit mit jungen Musikern und sein Engagement für die Förderung des musikalischen Nachwuchses sind ebenfalls prägend für sein künstlerisches Schaffen. Als Dirigent des Royal Symphonic Band of the Belgian Guides führt er das Orchester mit Hingabe und Fachkompetenz und trägt maßgeblich zu dessen internationalem Ruf bei.


Die Werke auf der CD Cheval de feu

Die CD Cheval de feu präsentiert eine abwechslungsreiche Auswahl an Kompositionen, die das breite Spektrum des Sinfonischen Blasorchesters zeigen. Hier eine Übersicht der enthaltenen Stücke:

  1. Oxygen!Hardy Mertens Ein dynamisches und energiegeladenes Werk, das durch seine rhythmische Komplexität und moderne Klangsprache besticht. Mertens gelingt es, eine atmosphärische Dichte zu schaffen, die den Hörer von der ersten Note an fesselt.
  2. Overture fantastiqueJames M. Stephenson Stephenson, ein gefeierter amerikanischer Komponist, schafft mit dieser Ouvertüre ein farbenfrohes und bildhaftes Werk. Die Komposition besticht durch ihre melodische Vielfalt und orchestrale Brillanz.
  3. Cheval de feuFrédéric Unterfinger Das Titelstück der CD ist ein dramatisches und ausdrucksstarkes Werk, das durch seine kraftvollen Themen und virtuose Instrumentierung überzeugt. Unterfinger gelingt es, eine feurige und mitreißende Klangwelt zu erschaffen.
  4. Phèdre: OuvertureJules Massenet (Bearbeitung: José Schyns) Die Ouvertüre zu Massenets Oper Phèdre wurde von José Schyns für Blasorchester bearbeitet. Das Stück besticht durch seine lyrische Schönheit und sinfonische Tiefe.
  5. Ancestral rootsRicardo Silva Ein Werk, das sich mit den kulturellen Wurzeln des Komponisten auseinandersetzt. Silva verbindet traditionelle Klänge mit modernen Kompositionstechniken und schafft so eine faszinierende Klangreise.
  6. RemembranceChristopher Marshall Ein nachdenkliches und berührendes Stück, das an die Opfer von Kriegen und Konflikten erinnert. Marshalls Komposition ist geprägt von emotionaler Tiefe und einer feinfühligen Instrumentierung.
  7. MetamorphōsisRobin Moll Molls Werk thematisiert Verwandlung und Entwicklung und überzeugt durch seine strukturelle Klarheit und expressive Klangsprache.
  8. The Virtues of MankindRossano Galante Galantes Komposition ist eine Hommage an menschliche Tugenden wie Mut, Mitgefühl und Ausdauer. Das Werk besticht durch seine optimistische Grundstimmung und eingängige Melodien.

Fazit: Ein Muss für Blasmusik-Enthusiasten

Die CD Cheval de feu des Royal Symphonic Band of the Belgian Guides unter der Leitung von Michel Tilkin ist eine herausragende Produktion, die sowohl musikalische Vielfalt als auch technische Perfektion bietet. Die Kombination aus klassischen Bearbeitungen und modernen Kompositionen macht das Album zu einem unverzichtbaren Hörerlebnis für Freunde der Blasmusik.

Wer auf der Suche nach einer inspirierenden und abwechslungsreichen CD für Sinfonisches Blasorchester ist, wird mit Cheval de feu voll auf seine Kosten kommen. Das Album ist nicht nur ein Beweis für die künstlerische Qualität des Orchesters, sondern auch ein wertvoller Beitrag zur zeitgenössischen Blasmusik.


Neuheiten 2026 im Verlag Rundel: Highlights für Blasorchester

Der Musikverlag Rundel präsentiert auch 2026 wieder ein vielseitiges Programm an Neuerscheinungen für Blasorchester. Von kraftvollen Fanfaren über zeitlose Popsongs bis hin zu festlichen Weihnachtsarrangements bietet der Verlag Werke für verschiedene Schwierigkeitsgrade und Anlässe. Im Folgenden werden die wichtigsten Neuheiten vorgestellt.


1. Filmische Klangwelten: „Flight of the Silverbird“

Das epische Werk „Flight of the Silverbird“ von Two Steps from Hell, komponiert von Thomas Bergersen, ist 2026 in zwei Arrangements erhältlich:

  • Mittelstufe (Lars Ericksen): Dieses Arrangement eignet sich ideal für Blasorchester mit mittlerem Leistungsniveau. Es bewahrt die dynamische Energie des Originals und ermöglicht eine zugängliche Umsetzung der filmischen Klangsprache.
  • Oberstufe (Johan de Meij): Für anspruchsvolle Ensembles bietet Johan de Meij eine komplexe Bearbeitung, die technische Präzision und musikalische Ausdruckskraft erfordert. Besonders geeignet für Konzertprogramme mit Fokus auf moderne Filmmusik.

Beide Arrangements sind eine Bereicherung für Repertoires, die dramatische und mitreißende Stücke suchen.

Weitere Arrangements Thomas Bergersen und „Two Steps from Hell


2. Pop-Klassiker neu interpretiert: „Total Eclipse of the Heart“

Der Evergreen „Total Eclipse of the Heart“ (Jim Steinman/Bonnie Tyler) wurde von Thiemo Kraas für Blasorchester arrangiert. Das Stück ist seit Juli 2026 erhältlich und überzeugt durch eine gelungene Balance zwischen originalgetreuer Melodieführung und bläsergerechter Instrumentierung. Ideal für Konzerte mit populärem Charakter und emotionalem Tiefgang.


3. Festliche Fanfare und Hymne: „Sound in Union“

Sound in Union“ von Thomas Asanger ist eine kraftvolle Komposition, die als Fanfare beginnt, in einen lyrischen Mittelteil übergeht und mit einem mitreißenden Finale endet. Das Werk wurde für die Mittelstufe konzipiert und eignet sich besonders für festliche Anlässe wie Jubiläen oder offizielle Veranstaltungen. Die klare Struktur und die eingängigen Melodien machen es zu einem vielseitig einsetzbaren Stück.


4. Weihnachtsrepertoire: Tradition und Moderne

Rundel erweitert sein Weihnachtsrepertoire 2026 um mehrere Arrangements:

  • Vier weihnachtliche Farben“ und „Adventslicht“: Beide Werke bieten eine moderne Interpretation traditioneller Weihnachtsmusik und eignen sich für besinnliche Konzerte in der Vorweihnachtszeit.
  • Christmas in Ireland“ (James L. Hosay): Ein Konzertwerk, das irische Weihnachtslieder wie „Once in Royal David’s City“ und „Wexford Carol“ mit lebendigen Rhythmen verbindet. Ideal für Ensembles, die internationale Klänge in ihr Programm integrieren möchten.
  • 27 Lieder zur Weihnachtszeit“ (Siegfried Rundel): Eine Sammlung traditioneller Weihnachtslieder in verschiedenen Stimmlagen, die sich für gemischte Besetzungen eignet und sowohl für Konzerte als auch für adventliche Gottesdienste verwendet werden kann.

5. Strauss-Jubiläum: Zeitlose Walzer für Blasorchester

Anlässlich des 200. Geburtstags von Johann Strauss präsentiert Rundel eine Strauss-Edition mit 15 Arrangements. Die Stücke zeigen, wie sich die Musik des Walzerkönigs für Blasorchester adaptieren lässt – von beschwingten Polkas bis zu eleganten Walzern. Eine ideale Ergänzung für klassisch orientierte Programme.


Fazit: Vielfalt für jedes Konzertprogramm

Die Neuerscheinungen 2026 des Verlags Rundel bieten Blasorchestern eine breite Palette an Werken für verschiedene Anlässe und Schwierigkeitsgrade. Ob filmische Klangwelten, populäre Popsongs, festliche Fanfaren oder besinnliche Weihnachtsmusik – die Auswahl ermöglicht eine kreative und abwechslungsreiche Programmgestaltung.

Komponist des Sommers: Ruud Bos – Ein Leben für die Musik

Ruud Bos (1936–2023) war ein niederländischer Komponist, Pianist und Dirigent, der über sechs Jahrzehnte hinweg die niederländische Unterhaltungsmusik prägte. Geboren in Amsterdam, begann er bereits im Alter von acht Jahren mit dem Komponieren. Nach seinem Studium am Konservatorium in Amsterdam und an der Muziekschool van Toonkunst in Bussum arbeitete er für Radio, Fernsehen und Theater.

In den BeNeLux-Staaten ist Ruud Bos eine unverzichtbare musikalische Größe, in Mitteleuropa und Amerika aber nur eher bei Insidern bekannt. Warum wir gerade dies Namen als „Komponist des Monats“ ausgewählt haben, liegt nicht nur an seiner musikalischen Qualität seine Kompositionen, sonders weil er in seiner Heimat als „Haus- und Hofkomponist“ des Freizeitparks „De Efteling“ bekannt ist. Für viele der dort enthaltenen Attraktionen hat er die Musik komponiert. Das ist der zweite Grund seine Wahl: jetzt im Sommer werden viele von Ihnen mit ihren Kindern diverse Freizeitparkt in Europa oder Amerika besuchen. Genau diese Verbindung ist der Grund zur Wahl zum „Komponisten des Sommers“


Die Rolle von Freizeitparks in der Musik: Ein Blick auf De Efteling und Ruud Bos


Freizeitparks sind nicht nur Orte der Unterhaltung, sondern auch bedeutende Plattformen für die Verbindung von Musik, Emotionen und Erlebnissen. Musik schafft hier Atmosphäre, verstärkt die Immersion der Besucher und unterstützt die thematische Gestaltung der Attraktionen. Besonders in deutschen und niederländischen Freizeitparks wird Musik gezielt eingesetzt, um Attraktionen zu thematisieren und den Besuchern ein unvergessliches Erlebnis zu bieten.


Freizeitparks als Inspirationsquelle für Musik

Soundtracks in Freizeitparks sind oft speziell komponiert, um die Stimmung der jeweiligen Attraktion zu unterstreichen. Ob epische Orchestrierungen für Achterbahnen oder sanfte Melodien für Märchenwelten – Musik ist ein zentrales Element, das den Besuch zu einem besonderen Erlebnis macht.


De Efteling: Ein Freizeitpark mit musikalischem Erbe

De Efteling, 1952 in den Niederlanden eröffnet, ist einer der größten und bekanntesten Freizeitparks Europas. Ursprünglich als Märchenwald konzipiert, entwickelte sich der Park zu einem vielseitigen Erlebnisort, der Märchen, Mythen und moderne Fahrgeschäfte vereint.

Zu den bekanntesten Attraktionen zählen der Märchenwald mit klassischen Märchen wie Dornröschen und Rotkäppchen, die spektakuläre Holzachterbahn Joris en de Draak, die Wildwasser- und Achterbahn De Vliegende Hollander, sowie die zauberhafte Dark Ride Droomvlucht (Traumflug). Weitere Highlights sind Villa Volta, eine verrückte Villa mit optischen Täuschungen, Fata Morgana, eine Bootsfahrt durch eine orientalische Märchenwelt, und Spookslot (Geisterschloss), eine gruselige Attraktion mit einer einzigartigen musikalischen Untermalung.

De Efteling setzt Musik gezielt ein, um die Atmosphäre der Attraktionen zu verstärken. Besonders hervorzuheben ist die Wassershow Efteling Symphonica, eine musikalische Zeitreise, die den Besuch abrundet. Die Musik in De Efteling ist oft speziell für die Attraktionen komponiert und trägt maßgeblich zum Erlebnis bei.


Blasorchesterbearbeitungen der Efteling-Musik

Nach dem Tod von Ruud Bos im Jahr 2023 wurde die Stiftung Stichting Telkens Weer Ruud Bos gegründet, um sein musikalisches Erbe zu bewahren. Im Rahmen dieses Projekts wurden seine Kompositionen für De Efteling für Blasorchester arrangiert. Die Bearbeitungen wurden von renommierten Arrangeuren wie Henri Gerrits, Anton Weeren und Jasper Staps erstellt und 2025 vom Molenaar Verlag veröffentlicht.

Zu den wichtigsten Werken zählen:

Diese Bearbeitungen ermöglichen es Blasorchestern weltweit, die magische Musik von Ruud Bos live aufzuführen und so das Erlebnis von De Efteling auch außerhalb des Parks zu vermitteln.

Ruud Bos und sein musikalisches Schaffen

Bos komponierte aber nicht nur für De Efteling, sondern auch für Filme, Theaterstücke. Seine Werke zeichnen sich durch eine einzigartige Mischung aus Orchestrierung, Synthesizern und traditionellen Instrumenten aus. Besonders für Droomvlucht und Villa Volta nutzte Bos doppelbesetzte Instrumente, um einen besonders großen Klang zu erzeugen. Die Musik wurde oft in London mit Mitgliedern des London Philharmonic Orchestra aufgenommen, was den Werken eine internationale Qualität verlieh.


Fazit: Musik als Herzstück des Erlebnisses

Freizeitparks wie De Efteling zeigen, wie Musik nicht nur als Hintergrund, sondern als zentrales Element des Erlebnisses fungiert. Die Kompositionen von Ruud Bos sind ein herausragendes Beispiel dafür, wie Musik Attraktionen unvergesslich macht. Die neuen Blasorchesterbearbeitungen ermöglichen es nun, diese Musik auch in Konzertsälen und bei öffentlichen Auftritten zu erleben – ein Beweis für die zeitlose Qualität von Bos‘ Werk.


Es weihnachtet sehr – aber nicht nur: Warum Blasmusikkapellen schon im Sommer an Weihnachten denken


Die Blasmusikszene hat ihren eigenen Rhythmus – und der beginnt mit Weihnachten schon lange vor dem ersten Advent. Während andere noch die Sommersonne genießen, planen Dirigent:innen und Musiker:innen bereits das Fest der Feste. Doch warum eigentlich? Und was macht die diesjährigen Neuerscheinungen eines belgischen Verlages so besonders?

Weihnachten im Sommer: Ein Muss für Blasorchester

In der Blasmusik ist Weihnachten kein spontanes Ereignis, sondern ein strategisch geplantes Highlight. Schon ab Februar werden Noten bestellt, im Sommer erscheinen die Neuerscheinungen im Katalog – und spätestens im Herbst beginnt die heiße Phase der Proben. Der Grund: Die Nachfrage nach weihnachtlichen Stücken ist enorm, und wer früh plant, sichert sich nicht nur die besten Arrangements, sondern auch genug Zeit für eine perfekte Aufführung.

Ein belgischer Verlag versteht diese Dynamik wie kaum ein anderer. Seit Jahrzehnten ist er eine feste Größe in der Blasmusikszene und bietet jedes Jahr ein breites Spektrum an Neuerscheinungen – von klassischen Weihnachtsliedern bis hin zu modernen Evergreen-Bearbeitungen. Auch heuer setzt der Verlag dabei auf eine besonders abwechslungsreiche Mischung.


Neuerscheinungen: Von „A Classical Christmas Fantasy“ bis „Thank God It’s Christmas“

Weihnachtsklassiker mit neuem Klang

Wer nach zeitlosen Weihnachtsmelodien sucht, wird bei musicainfo.net fündig. Zu den Highlights zählen:

  • A Classical Christmas Fantasy – Ein medleyartiges Arrangement, das traditionelle Weihnachtslieder mit klassischen Einflüssen verbindet. Inhalt: A Classical Christmas Fantasy!; Joy To The World; The First Noel; Hark! The Herald Angels Sing; Gloria In Excelsis Deo;
  • Carol Of The Bells – Der beliebte Choralklassiker in einer mitreißenden Bearbeitung für Blasorchester, basierend auf dem ukrainischen Volkslied „Shchedryk“.
  • Christmas for Kids – Eine Sammlung von vier Weihnachtsliedern für Jugendorchester mit „Last Christmas“, „Happy Xmas (War is Over)“, „Driving Home for Christmas“ und „Feliz Navidad“
  • Santa, Can’t You Hear Me (Kelly Clarkson & Ariana Grande) – Ein moderner Weihnachtshit, der mit seiner eingängigen Melodie und dem swingenden Arrangement überzeugt.
  • Thank God It’s Christmas (Queen) – Die Bearbeitung überträgt die originale Rockinstrumentierung von Queen in eine klangvolle, bläserorientiert Fassung.

Evergreens für jeden Anlass

Doch die Neuerscheinungen bringen nicht nur Weihnachtsmusik. Auch Bearbeitungen von Pop- und Rockklassikern sind im Sortiment – perfekt für Konzerte, die über die Festtage hinausgehen:

  • Billie Jean (Michael Jackson) – Ein zeitloser Hit, der in der Blasmusikversion neue Energie entfaltet.
  • Daddy Cool (Boney M.) – Ein mitreißender Disco-Klassiker, der garantiert für Stimmung sorgt.
  • Despacito (Luis Fonsi) – Der lateinamerikanische Hit in einer mitreißenden Bearbeitung für Blasorchester.
  • Sweet Caroline (Neil Diamond) – Ein Publikumsliebling, der in jeder Besetzung funktioniert.
  • Sailing (Rod Stewart) – Eine energiegeladener Ballade als Ruhepol für jedes Konzert.

Diese Vielfalt macht musicainfo.net zu einem unverzichtbaren Partner für Blasorchester, die ihr Repertoire abwechslungsreich und publikumsnah gestalten möchten.


Besonderheiten des belgischen Verlages: Qualität und Exklusivität

Fachkompetenz und handwerkliche Präzision

Die Arrangements und Kompositionen des Verlages zeichnen sich durch ihre hohe musikalische Qualität aus. Die Arrangeure sind selbst allesamt Musiker und Dirigenten. Seine Bearbeitungen sind nicht nur klanglich überzeugend, sondern auch praxisnah – sie berücksichtigen die Besonderheiten von Blasorchestern und sorgen für eine optimale Balance zwischen den Instrumentengruppen.

Exklusiver Vertrieb: Nur als Download erhältlich

Eine Besonderheit dieses Verlages ist der Vertrieb: Die Noten sind über musicainfo.net nur als Download erhältlich oder werden über ausgewählte Händler angeboten.


Fazit: Früh planen, kreativ bleiben

Wer in der Blasmusik erfolgreich sein will, kommt um eine frühzeitige Planung nicht herum. musicainfo.net unterstützt Dirigent:innen und Musiker:innen dabei mit einem breiten Angebot an hochwertigen Arrangements – von Weihnachtsliedern bis hin zu modernen Evergreens. Egal, ob Sie ein klassisches Weihnachtskonzert planen oder Ihr Repertoire mit populären Stücken bereichern möchten: Bei musicainfo.net finden Sie die passenden Noten – und das schon lange, bevor der erste Schnee fällt.